Kokain am Steuer - rechtliche Folgen

Es droht der Entzug der Fahrerlaubnis

Wenn Sie sich einem Verfahren wegen Kokain am Steuer ausgesetzt sehen, dann müssen Sie unverzüglich Maßnahmen ergreifen.

Viele Mandanten lassen sich einfach zu spät beraten. Das Verfahren ist dann oftmals so weit fortgeschritten, das ein Anwalt nichts mehr erreichen kann.

Dem Betroffenen drohen drei Verfahren

Als Betroffener darf man hier nicht den Überblick verlieren. Als Rechtsanwalt erlebt man es in der Praxis immer wieder, dass viele Mandanten die unterschiedlichen Verfahren falsch verstanden haben und damit noch mehr Schaden angerichtet haben.

StrafverfahrenGeld- oder Freiheitsstrafe

Wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (Besitz von Drogen ist strafbar, siehe § 29 BtMG) droht ein Strafverfahren. Hier ist Vorsicht geboten, sind die Strafen im Betäubungsmittelrecht doch sehr hoch angesetzt. Auch könnte das Fahren unter Drogeneinfluss einen Straftatbestand des Strafgesetzbuches erfüllen.

BußgeldbescheidOrdnungswidrigkeitenverfahren

Es droht ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen das Straßenverkehrs- und Ordnungswidrigkeitengesetz. Das Ergebnis der Blutuntersuchung ist insofern von Bedeutung, als dass die Feststellung Werte für eine Verurteilung nach § 24a Abs. 2 StVG notwendig ist.

Entzug der FahrerlaubnisVerwaltungsbehörde

Die Führerscheinstelle wird sich mit dem Betroffenen in Verbindung setzen. Es geht um den Entzug der Fahrerlaubnis. Die Behörde hat hier diverse Möglichkeiten, je nachdem was passiert ist. Es kann ein ärztliches Gutachten angefordert werden, oder direkt der Entzug der Fahrerlaubnis  angeordnet werden. Das Konsummuster ist hier von besonderer Bedeutung.