Drogen am Steuer

Mit der Teilnahme am Straßenverkehr sind zwangsläufig auch Kontrollen durch Polizeibeamte verbunden. Mittlerweile ist es zur Regel geworden, dass man bei einer Kontrolle durch die Polizei auch zum Thema Drogen befragt wird. Die typische Frage eines Beamten lautet:

“Haben Sie heute oder in der Vergangenheit irgendwelche Drogen konsumiert?”

Spätestens zu diesem Zeitpunkt stellt sich für die meisten Betroffenen die Frage, wie sie sich verhalten sollen. Bedauerlicherweise verursacht hier der kleinste Fehler die größte Wirkung:

Rechtliche Folgen

Die rechtliche Folgen sind umfangreich. Wichtig ist, dass man sich von Beginn an einen Überblick verschafft. Auch sollte der Betroffene frühzeitig einen Plan festlegen, um Zeit und Geld zu sparen.

Es drohen:

Bußgeld (Regelsatz 500,00 € + Verfahrenskosten)
Fahrverbot (1 bis 3 Monate)
Entzug der Fahrerlaubnis
MPU (Medizinisch psychologische Untersuchung)
Geld- oder Freiheitsstrafe (bei Anzeichen von Fahrunsicherheit)

Einzelne Drogen im Überblick - Auswirkungen auf Führerschein und Fahrerlaubnis

Cannabis, Marihuana, Haschisch

Einen Joint geraucht, und am Straßenverkehr teilgenommen – was bedeutet das für den Betroffenen? Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung hat dieser Umstand weitgehende rechtliche Folgen.

Wichtig sind folgende Werte, die eine besondere Auswirkung auf das Verfahren haben:

THC (Tetrahydrocannabinol) = Hauptwirkstoff von Cannabis
THC COOH (THC Carbonsäure) = Abbauprodukt, Metabolit passiv
THC OH (11-Hydroxy-THC) = Abbauprodukt, Metabolit aktiv

Der Faktor Zeit ist von enormer Bedeutung, jeder Fehler kann am Ende bitter bestraft werden.

Kokain

Der Konsum von Kokain wird streng geahndet. Es droht in der Regel ein Strafverfahren mit Geld- oder Freiheitsstrafe, zudem wird die Fahrerlaubnis/ der Führerschein entzogen.

Folgende zwei Werte sind von besonderer Bedeutung:

Kokain
Benzoylecgonin (Kokainstoffwechselprodukt)

Wichtig:

Als Betroffener sollte man nicht untätig bleiben. Da es sich um eine sogenannte harte Droge handelt, muss man für einen guten Verfahrensablauf gewisse Schritte einleiten. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Amphetamin, Speed

Amphetamin hat eine starke stimulierende Wirkung. Die Polizei nimmt verstärkt Kontrollen im Hinblick auf diese Droge vor.  Amphetamin ist eine Droge, die unter den Namen Speed, Pepp oder Amphe (Ampfe) angeboten wird.

Da Amphetamin als sogenannte harte Droge bezeichnet wird, führen Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften zu harten Strafen. Man hat mit einer empfindliche Geld- bzw. Freiheitsstrafe zu rechnen. Überdies drohen Maßnahmen im Hinblick auf die Fahrerluabnis/ den Führerschein.

Wie auch bei den anderen harten Drogen gilt: Frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um das Verfahren positiv zu beeinflussen!

Ecstasy, MDMA

Eine kleine Pille verursacht eine große Wirkung. Kam es zum Konsum von Ecstasy bzw. MDMA, hat man aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden eine harte Droge konsumiert. Es kommt in der Regel zu einem Strafverfahren.

Darüber hinuas interessiert sich die Fahrerlaubnisbehörde für den Vorfall. Der Entzug der fahrerlaubnis ist vorprogrammiert.

Wichtig: Dennoch sollte man schon von Beginn an einen Plan aufstellen, wie man am schnellsten seinen Führerschein zurück erhält. Abwarten bringt hier wenig, da man dadurch wertvolle Zeit verliert.